G'sundes Südtirol im April: Sinnesorgan Nase
Die Atmung und das Riechen sind nur zwei der wichtigen Aufgaben unserer Nase, erklärt unser Radio-Dr. Christian Thuile.
Das Atmen und das Riechen sind die offensichtlichen Hauptaufgaben unserer Nase, aber wofür sie sonst noch alles gut ist, unterschätzen wir oft. Sie spielt eine ganz wesentliche Rolle für das Immunsystem und insgesamt für unsere Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit und sie ist auch entscheidend dafür: was und wen wir gut leiden können oder eben auch nicht so gut „riechen können“, hat also auch einen riesigen Einfluss auf unsere Emotionen, ja selbst auf die Fortpflanzung.
Ein gesunder Erwachsener macht in Ruhe pro Minute etwa 16 Atemzüge, damit bringen wir es am Tag auf rund 12.000 Liter Luft. Und unsere Nase muss das alles erwärmen, reinigen und befeuchten. Schafft sie das nicht, beispielsweise wegen einer Erkältung oder einer Allergie, hat das nicht nur Auswirkungen auf unsere Lunge, sondern sogar auch auf unsere Herztätigkeit.
Die Nase erwärmt die eingeatmete Luft, damit wir nicht krank werden, sie filtert auch direkt Krankheitserreger wie Bakterien und Viren und auch Schmutz und Schadstoffe heraus und befördert sie, auch durch den Niesreflex mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von über 100 km/h aus unserem Körper hinaus und durch das Befeuchten verhindert die Nase auch das Austrocknen unserer Schleimhäute. Außerdem ist sie für das Geruchsempfinden extrem wichtig, denn das meiste, was wir glauben im Mund zu schmecken, riechen wir in Wirklichkeit über unsere Nase.
Und was unseren Geruchssinn allgemein angeht: die entsprechende Schleimhaut in der Nase enthält 30 Millionen Riechzellen, die direkt mit dem Gehirn in Verbindung stehen und laut einer neuen Studie können wir sogar mehr als 1 Billion (!) verschiedene Gerüche wahrnehmen.
Eine weitere wichtige Funktion erfüllt unsere Nase für die Sprachbildung, sie prägt also ganz entscheidend das Erscheinungsbild eines Menschen mit und zwar nicht nur sein Aussehen, sondern eben auch das Sprechen.
Gründe dafür, warum die Nase verstopft sein kann, gibt es viele vor allem aber führen akute oder chronische Entzündungen der Nasenschleimhaut dazu. Aber gerade jetzt im Frühling haben viele auch eine verstopfte und auch laufende Nase wegen des Heuschnupfens. Genauso kann es anatomische Gründe haben, etwa weil die Nase schief ist oder eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen, bei Kindern und Jugendlichen sind es oft auch so genannte Nasenpolypen. Was wir täglich einatmen kommt dafür ebenso in Frage, die Umweltverschmutzung, aber auch künstliche Duftstoffe in Parfums oder Putzmitteln und auch das Rauchen kann zu einem Gefühl der dauerhaft verstopften Nase führen, um nur einige zu nennen.
In unserer Gesundheitspraxis bekommen Sie Infos und Tipps vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor: Dr. med. univ. Christian Thuile. Ihre Fragen zum aktuellen Thema können Sie uns auch mailen.